Fasten
Warum fasten wir? Fasten gehört zu den Dingen, die Jesus von uns erwartet, genauso wie Geben und Beten. Er spricht davon, dass wir fasten werden, nicht, ob wir fasten.
Das Ziel des Fastens ist, Gott näher zu kommen. Indem wir uns von den Dingen der Welt abwenden und unsere Herzen und Gedanken ganz auf ihn ausrichten, zeigen wir unsere Abhängigkeit von ihm. Fasten hilft uns, die Kontrolle über unsere Begierden und weltlichen Wünsche zurückzugewinnen. Es erinnert uns an die Güte und Barmherzigkeit Gottes und bereitet unser Herz auf all das Gute vor, das er für uns bereithält. Es demütigt uns und lässt und spüren, wie sehr wir auf Gott angewiesen sind. Wenn Du darüber nachdenkst, zu fasten, ermutigen wir Dich, auf den Heiligen Geist zu hören und ihm zu folgen. Bitte ihn, Dich in dieser Zeit zu leiten und Dir zu helfen, Gottes Gegenwart zu suchen.
Egal, ob Du für einen Tag oder mehrere Tage in der Woche fastest, es geht darum, Dich auf eine neue Weise zu demütigen und Deine Beziehung zu Gott zu vertiefen.
Arten des Fastens
Selektives Fasten
Du kannst Dich für ein selektives Fasten entscheiden, bei dem Du bestimmte Dinge von Deinem Speiseplan streichst. Ein Beispiel für diese Art des Fastens ist das sogenannte »Daniel-Fasten«, bei dem man nur Wasser trinkt und Obst und Gemüse isst.
Partielles Fasten
Eine andere Möglichkeit ist das partielle Fasten, bei dem Du jeden Tag für eine bestimmte Zeit auf Essen verzichtest. Dieses Fasten wird auch »jüdisches Fasten« genannt. Du kannst Dich entscheiden, nur eine einzige Mahlzeit oder von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zu fasten.
Vollständiges Fasten
Vielleicht ist es auch für Dich dran, ein vollständiges Fasten einzulegen, d.h. an bestimmten Tagen oder sogar über einen längeren Zeitraum hinweg nichts zu essen und nur Flüssigkeit, in der Regel Wasser und leichte Säfte, zu Dir zu nehmen.
Verzicht
Wenn das Fasten für Dich nicht möglich ist, lass Dir von Gott zeigen, ob ein anderer Verzicht einen bestimmten Bereich Deines Lebens neu ausrichten kann. Du kannst Dich z.B. dazu entscheiden auf soziale Medien, das Fernsehen oder bestimmte Zeiten oder Aktivitäten auf Deinem Handy zu verzichten und nach und nach in gesünderem Maße wieder in Dein Leben zu integrieren.
Vorbereitung und Tipps zum Fasten
Bereite Dich gut auf Deine Fastenzeit vor, damit das Fasten Gott ehrt und seinen Zweck erfüllen kann.
1. Setze Dir ein klares Ziel!
Fasten bedeutet, bewusst Gott zu suchen. Nutze die gewonnene Zeit, um zu beten und in der Bibel zu lesen, besonders dann, wenn Du normalerweise essen würdest. Überlege, wofür Du beten möchtest, und schreibe drei bis fünf Gebetsziele auf. Frage den Heiligen Geist, wo Du einen Durchbruch brauchst – sei es für Dich selbst, Deine Familie, Freunde, die Kirche oder Dein Umfeld. Wenn Du ein klares Ziel hast, bleibst Du eher dran.
2. Entscheide, wie Du fasten möchtest
Es gibt viele Arten des Fastens. Wenn Du älter bist, gesundheitliche Probleme hast, schwanger bist, stillst oder mit Essstörungen zu kämpfen hattest, hole Dir vorher ärztlichen Rat oder wähle einen anderen Verzicht, der Dir gut tut. Wenn Du minderjährig bist, sprich mit Deinen Eltern über Dein Fasten.
3. Leg die Fastendauer im Vorfeld fest
Überlege Dir im Vorfeld, wie lange Du fasten möchtest. Viele brechen das Fasten ab, wenn sie keinen klaren Plan haben. Eine feste Entscheidung hilft Dir, dranzubleiben.
4. Bereite Dich körperlich vor
Reduziere bereits ein bis zwei Tage vor Deinem Fasten Deine Nahrungsaufnahme, um Deinem Körper die Umstellung zu erleichtern. Sei darauf vorbereitet, dass Dein Körper und Deine Emotionen herausgefordert werden – das ist ganz normal.
5. Bereite Dich geistlich vor
Während des Fastens wirst Du vermutlich Versuchungen erleben. Fasten hat geistliche Kraft, und Widerstand gehört dazu. Denk daran: Jesus hat jede Versuchung überwunden und seine Stärke lebt in dir.
6. Erwarte Ergebnisse
Gott spricht auf viele Weisen: durch sein Wort, Träume, Visionen und innere Eindrücke. Die Bibel zeigt, dass Menschen im Fasten besondere Offenbarungen empfangen haben. Erwarte, dass Gott Dir nahe ist und zu Dir spricht.
7. Verurteile Dich nicht, wenn Du scheiterst
Wenn Du das Fasten entgegen Deinem Plan brichst, fang einfach wieder neu an. Manchmal sind es gerade unsere Schwächen, durch die wir wichtige Lektionen lernen.
8. Was bringt es eigentlich?
Es kann sich während des Fastens anfühlen, als würde nichts passieren. Oft kommen die Durchbrüche erst danach oder anders als erwartet. Wir sind überzeugt: Jedes Fasten, das im Glauben geschieht, hat Wert und wird von Gott belohnt.
9. Faste im Team
Gemeinsam fasten macht es einfacher. Schließe Dich mit Deiner Kleingruppe oder Freunden zusammen, um euch gegenseitig zu ermutigen und zu unterstützen.